Schützenverein Isenia

Nach sechs Jahren Zwangspause hat der Schützenverein Isenia wieder den Schießbetrieb aufgenommen. Beim Wagnerwirt musste zunächst der Stall zu einer Schießanlage nebst Gesellschaftsraum ausgebaut werden. Mitglieder der Vereins waren über ein halbes Jahr beschäftigt.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb anlässlich der Einweihung durch Pater Maximilian Bauer:

Wasentegernbach - Sechs Jahre mussten sich die Mitglieder des Schützenvereins "Isenia" Wasentegernbach gedulden, bis sie wieder eine Bleibe und damit verbunden eine Schießanlage bekamen. Am Freitag konnte sie nun Pater Maximilian Bauer, der gebürtige Wasentegernbacher, der dazu aus Würzburg angereist war, segnen. Entstanden ist sie in Eigenleistung

 im ehemaligen Kuhstall des Gasthauses "beim Wagnerwirt". 40 Schützen haben im vergangenen Halbjahr 1300 Stunden investiert, um dieses Schmuckstück und den Stolz des Vereins nun nützen zu können. Vorausgegangen waren jahrelange Debatten über die Zukunft des Vereins, nachdem der ehemalige Herbergswirt wegen Renovierungsarbeiten die Gaststätte geschlossen hatte und ein Ende nicht absehbar ist.
 Vorstand Anton Brucklohers Initiative ist es zu verdanken, dass dieses Projekt, das dem Schützenverein letztlich nur 13000 Mark kostete, weil sich verschiedene Firmen bei der Lieferung des Materials sehr generös zeigten, verwirklicht werden konnte. Ein Glücksfall war es auch, dass man von der Auflösung eines Schützenheimes in Ottobrunn erfahren hatte. So konnte man einen Großteil der Ausstattung bis hin zu Gewehren, Pistole und Armbrust günstig erstehen. So hatte Vorstand Bruckloher bei der Einweihungsfeier vor allem vielen zu danken. Er erinnerte daran, dass sich anfangs viel Pessimismus breit gemacht habe und dass jetzt der über 100 Jahre alte Verein wieder eine Zukunft habe. In dieser vergangenen Zeit sei er schon dreimal totgesagt worden und wieder auferstanden. Gerade an die zahlreich anwesenden Jugendlichen, die gierig die Schießstände in Beschlag nahmen, appellierte er, hier einen Teil ihrer Freizeit zu verbringen. "Wir werden wieder ein Gesellschaftsverein", fügte er hinzu. Mit einem Blumenstrauß hieß er die neue Herbergswirtin Vroni Werner willkommen. Pater Maximilian Bauer sah eine wichtige Aufgabe des Vereins darin, die Menschen in einer Zeit, in der viel auseinanderdriftet, zusammenzubringen. Die Grüße der Stadt Dorfen überbrachte der dritte Bürgermeister Paul Gött. Er versicherte den Isenia-Schützen, dass gerade das private Engagement viel Kraft entfalte, und lobte das Zusammenwirken von Wirt und Verein, das heute nicht mehr selbstverständlich sei. Auf die Frage, ob man sich nicht auch dem Schützengau Dorfen anschließen wolle, sagte der zweite Vorstand Franz Bauer, dass dies nur in Frage komme, wenn es die Jugendlichen einmal forderten, um bei Vergleichswettkämpfen antreten zu können. Das neue Schützenheim zieren unter anderem Schützenscheiben aus den zwanziger Jahren.

J. Grundner